Das Sauerland liegt von Ahlen aus quasi direkt um die Ecke und ist bequem in weniger als einer Stunde mit dem Auto zu erreichen. Mit Bus und Bahn dauert die Fahrt erfahrungsgem├Ą├č etwas l├Ąnger. So oder so: es braucht nicht viel Zeit, um in eine landschaftlich beeindruckende Wohlf├╝hloase einzutauchen. Warum also in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah liegt.

Die Hennetalsperre befindet sich oberhalb der Stadt Meschede im Hochsauerlandkreis. Wer mit dem Auto nur f├╝r einen Kurztrip anreist, sollte als Adresse “Am Stadtpark, Meschede” verwenden. Hier befindet sich das Hotel “Am Hennedamm”, welches ├╝ber einen gro├čen Parkplatz verf├╝gt. Von hier aus sind es noch ca. 5 Minuten zu Fu├č zum Damm.

Wer es etwas herausfordernder mag, biegt hinter der Unterquerung der B55 links ab und wandert herab zum Fu├če des Damms und nimmt von dort aus die 333 Stufen der Himmelstreppe hinauf zur Dammkrone. Die eher gem├╝tlichen Spazierg├Ąnger und Wanderer halten sich dagegen halblinks und gehen parallel unterhalb der Dammkrone weiter bis zum Aufgang zur Dammkrone ├╝ber die Himmelstreppe. Von dort sind es nur noch wenige Stufen hinauf.

Oben angekommen haben wir uns links gehalten und sind am Ende der Dammkrone rechts abgebogen in Richtung “SinnePfad”. Ungl├╝cklicherweise war das Wetter an dem Tag und wohl auch an den Tagen vorher sehr regnerisch, so da├č der Einstieg in den Sinnespfad einem kleinen Moor glich. In Ermangelung des richtigen Schuhwerks haben wir davon Abstand genommen und sind ├╝ber den asphaltierten Weg weiter am Stausee entlang gegangen. Dieser Weg ist sehr gut ausgebaut, sch├Ân breit und f├╝hrt tats├Ąchlich direkt oberhalb des Ufers entlang. Hin und wieder kann man unterwegs auf einer Bank eine kurze Pause einlegen und die Aussicht genie├čen. Die Aussicht kann man aber nat├╝rlich auch unterwegs genie├čen.

Was uns neben der Aussicht sehr gut gefallen hat, war die umfangreiche und klare Beschilderung der verschiedenen Wege unterwegs und nat├╝rlich auch an den Abzweigungen. Mit einer vern├╝nftigen Karte (und gutem Schuhwerk) kann man also wunderbar jedem Wetter trotzen und “mal eben” den Hennesee und seine Umgebung erwandern.

Aufgrund der eher suboptimalen Witterung haben wir den See nicht vollst├Ąndig umrundet, sondern sind auf einem anderen Wanderweg hinter dem Aufstieg zum SinnePfad links abgebogen, haben eine krasse Steigung ├╝berwunden und uns dann mit einem wunderbaren Ausblick ├╝ber das Tal belohnt. Bergab ist es ja bekanntlich immer etwas einfacher als bergauf, so da├č sich der R├╝ckweg sehr viel entspannter gestaltete und wir noch mal einen wunderbaren Blick auf das verregnete Meschede erhaschen konnten.

Schlu├čendlich hat sich die Tour gelohnt. Das Wetter hat zwar nicht so ganz mitgespielt, aber viel mehr kann man im Dezember wohl auch nicht erwarten. Wir kommen sicherlich noch mal wieder. Im Herbst. Dann ist das Wetter hoffentlich besser und die Wege einigerma├čen trocken.

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Die Bilder wurden ├╝berwiegend mit einer Nikon D3300 (Objektiv: Nikon AF-S DX Nikkor 55-300 mm 1:4,5-5,6G ED VR) gemacht und mit Adobe Photoshop Lightroom entwickelt. Weitere Aufnahmen: Sony Xperia XZ. Die Bilder k├Ânnen gem├Ą├č Public Domain CC0 verwendet werden. Das Album zum Download gibt es hier. Alle Aufnahmen entstanden am 25.12.2016 bei mehr oder minder regnerischem Wetter.