In den nächsten Tagen und Wochen tritt das christliche Abendland (hiermit ist überwiegend das katholisch-christliche Abendland gemeint) in schneller Abfolge in die zweithöchsten Feierlichkeiten ein. So am Rande, ihr „Bewahrer des christlichen Abendlandes und ‚es heißt Sankt-Martins-Zug und nicht Lampenfest‘-Eiferer“: welcher Feiertag ist der höchste in der katholischen Kirche? Als kleiner Tipp: in der katholischen Liturgie bezeichnet man diesen als Triduum Sacrum.

Aber nun zum eigentlichen Thema. Wir feiern (Legenden und Erzählungen – aber auch das nur am Rande):

  • am 11.11. einen römisch-ungarischen Soldaten, welcher ohne weiteres Nachfragen einem Bedürftigen die Hälfte seines wärmenden Mantels überließ
  • am 6.12. einen türkischen Bischof, welcher ohne Ansehen von Personen diesen in ihrer Not half
  • am 24.12. die Geburt eines aramäischen Wanderpredigers, welcher Zeit seines Lebens viele Worte sprach und Dinge tat und oftmals betonte, was einen wahren Christen ausmachen würde: Lk 10, 25-37
  • am 25.12. ein paar jüdische Hirten
  • am 6.1. drei persisch-arabische Sternendeuter

Hierzu habe ich ein paar Fragen:

  1. Hätten Maria und Josef in die EU einreisen wollen: unter welchen rechtlichen Vorschriften und Gesetzen wäre dieses möglich? Nicht vergessen: Maria trägt mit dem Heiland DIE kommende Identifikationsfigur des neueren (alttestamentarisch würde hier manches anders sein) christlichen Abendlandes unter ihrem Herzen!
  2. Was würde passieren, wenn die hochschwangere Maria und ihr Mann Josef an einem Montagabend über den Theaterplatz in Dresden gehen müssten, um zu ihrer Unterkunft zu kommen?
  3. Was würde Horst Seehofer ihnen erzählen, wenn sie statt dessen an seiner Tür klingeln würden?