Das gro√üe Dilemma der Europ√§ischen Union im Kampf gegen den Terror in drei Ausschnitten zusammengefasst. Wenn es nicht so bittere Realit√§t w√§re, m√ľsste man wohl lauthals lachen (tue ich auch, liegt an meiner sarkastischen Ader).

Athener Polizei hatte Pl√§ne zu Br√ľssel-Anschlag entdeckt
Die griechische Polizei soll vergangenes Jahr in zwei Wohnungen in Athen Pl√§ne entdeckt haben, die auf einen Terroranschlag auf dem Flughafen von Br√ľssel hindeuteten. Bereits damals seien die belgischen Beh√∂rden informiert worden, berichtete der Athener Nachrichtensender Skai unter Berufung auf die griechische Polizei. Unter anderem sei eine Karte des Flughafens von Br√ľssel gefunden worden. Dem Bericht zufolge wurden die Unterlagen in Wohnungen von Abdelhamid Abaaoud entdeckt, der als mutma√ülicher Drahtzieher der November-Anschl√§ge von Paris gilt. Eine offizielle Erkl√§rung der Polizei dazu gab es zun√§chst nicht.


Europa muss Terrorismus gemeinsam bekämpfen
Europas Geheimdienste m√ľssten bei der Terrorismusbek√§mpfung viel enger zusammenarbeiten, meint die niederl√§ndische Zeitung ‚ÄěNRC Handelsblad‚Äú:

‚ÄěEuropas Justiz- und Innenminister, die am Donnerstag in Br√ľssel zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkamen, haben danach einmal mehr zu engerer Zusammenarbeit und einem besseren Informationsaustausch aufgerufen. Das war wie das Echo einer √§hnlichen dringlichen Beratung nach den Anschl√§gen in Paris im November. Die gegenseitige Informations√ľbermittlung scheint jedes Mal das schwache Glied in der Kette zu sein. Das ist ein Problem, mit dem sich nicht nur die Europ√§ische Union herumplagt, sondern das symptomatisch ist f√ľr die komplexe Welt der Geheimdienste.

Jedoch muss sich gerade auf diesem Gebiet etwas tun. Als Reaktion auf grenz√ľberschreitende Probleme ist ein grenz√ľberschreitendes Herangehen erforderlich. Mehr Europa also. Die Botschaft ist in diesen Zeiten schwierig, aber darum nicht weniger wahr.‚Äú


Im Westen vertraut man Orb√°n nicht
Die oppositionelle Budapester Tageszeitung ‚ÄěNepszabadsag‚Äú fragt sich angesichts der Terrorbedrohung, wie Ungarn unter seinem rechts-nationalen, Putin-freundlichen Ministerpr√§sidenten Viktor Orb√°n mit den westlichen Partnern kooperieren kann:

‚ÄěWenn es eine Frage des Vertrauens gibt, dann ist das die der Zusammenarbeit von Geheimdiensten. … Doch inwiefern k√∂nnen uns unsere westlichen Verb√ľndeten noch vertrauen? Ihre Werte teilen wir n√§mlich nicht. Ihre Interessen ignorieren wir. … In der Fl√ľchtlingsfrage erwecken wir nicht einmal mehr den Anschein von Solidarit√§t mit ihnen. Stattdessen versucht der ungarische Regierungschef als ‚ÄěPutins Pudel‚Äú hechelnd dem Kreml zu entsprechen. … Bei vielen wichtigen Besprechungen ist Ungarn wegen der Orban-Regierung nicht dabei. Sicherheitsrelevante Informationen gibt man an sie nicht weiter, au√üer man will sie Moskau auf die Nase binden. Der Mangel an Vertrauen ist bereits zur Sicherheitsfrage geworden. F√ľr die Partner ‚Äď und auch f√ľr uns.‚Äú

Quelle: welt.de, Einträge von 10:28, 10:31 und 10:32 heute